Sackschdoahogger

Beim Ehren- und Ordensfest der Feuerio wurde ich bei der Verleihung des Feuerio Ordens gefragt was denn der Name „Sackschdoahogger“ bedeutet. Damit hat er mich ganz schön überrascht. Schließlich sind wir als Bürstädter Prinzenpaar nach Mannheim gekommen und nicht als Sackschdoahogger.

Aber heute in Ruhe kann ich mal versuchen zu erklären wie es dazu kam und was der Sackschdoa überhaupt ist. Bei der Vereinsgründung haben mich meine Schwester Karin und ihr Mann Joachim gefragt ob ich eine Idee für einen Vereinsnamen hätte. Schließlich war ich ja Gründungsmitglied vom Bürstädter Fastnachts Club (BFC) und hab da so meine „Erfahrungen“.

Es gab damals folgende Bürstädter Fastnachtsvereine:

SKK Spiel- und Kulturkreis 50 e.V. Bürstadt
HCV Heimat- u. Carneval Verein 1959 e.V. Bürstadt
BFC Bürstädter Fastnachts Club
KV Knibbeldick

Wobei der KV Knibbeldick nicht Karnevalsverein bedeutet, sondern im Gegenteil als „kein Verein“ von den Knibbeldicken (Knüppel dick) gelebt wird.

Da die Bürstädter Theatergruppe „Die Sainäwwel“ schon die Traditionsfigur der Bürstädter Fastnacht „Die Sainawwelskätt“ seit 1978 verwenden, fiel dieses Symbol von Bürstadt aus. Was blieb also noch übrig an Bürstädter Synonyme. Die Riedochsen und Messerstecher beileibe keine närrischen Begriffe. Ich brachte also den Sackstein in’s Spiel. Karin und Joachim machten daraus den Carnevals Club Die Sackschdoahogger.

Was ist aber der Sackstein? Wie immer hilft da Wikipedia unter „Menhir von Bürstadt“ wird man fündig.

„Die Bezeichnung Sackstein geht auf eine Sage zurück: Demnach wollte ein Bauer einst an einem Sonntagmorgen einen Sack Kartoffeln füllen. Genau in dem Moment, als er seine Arbeit beendet hatte, fingen die Kirchenglocken an zu läuten. Da wurde der Sack plötzlich so schwer, dass der Bauer ihn nicht mehr heben konnte, denn er war zu Stein geworden.“ Quelle: Wikipedia

Der „Menhir von Bürstadt“ erhält seit dieser Zeit immer wieder mal Besuch von den Sackschdoahoggern. Wobei die Versuche auf dem Sackstein zu sitzen die unterschiedlichsten Formen annehmen.

Da der Sackschdoa mit 1,35 Meter bezwungen werden muss gibt es allein schon beim Aufsitzen Probleme, wie man bei Prinzessin Silke I. sehen kann.

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Dass die Prinzessin auch ordentlich auf dem Sackschdoa sitzen kann sieht man hier:
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Das traditionelle „Sackschdoahogger Familienfoto“ gibt es natürlich auch:
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Dass am Sackschdoa auch verzehrt wird ist sonnenklar…
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Es würde mich freuen, wenn mir weitere Bilder übermittelt werden damit wir eine schöne Bildergalerie von Sackschdoahoggern auf dem Sackschdoah bekommen. Der Phantasie wie man drauf sitzt sind keine Grenzen gesetzt…

Ein Gedanke zu „Sackschdoahogger“

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